Clemens Sainitzer

Cellist/Composer/Improviser

Sunday Song #21 - Dogs and their love of sticks

Die Minimalmusic (von Philip Glass, Steve Reich etc.) hatte auf mich (wie auf viele meiner Kollegen) einen großen Einfluss. Vor allem Glass' Klaviermusik hat auf mich einen großen Eindruck gemacht. Einerseits die harmonisch/melodische Komponente des "Schönklangs", andererseits der rhythmische Aspekt von sich leicht verändernden Patterns, die in ständiger Wiederholung einen interessanten, meditativen Zustand auslösen. (Ich hab mir einmal die ganze Oper "Einstein on the Beach" mit Kopfhörern am Stück reingezogen, mir ist es sehr anders gegangen danach).
Die Minimalmusic ist ja mittlerweile im Mainstream angekommen, jede zweite Werbung in der Karotten in Zeitlupe durchs Bild fliegen ist mit melancholischer, repetitiver Klaviermusik unterlegt und am liebsten möchte man weinen, weil es so schön ist. 

Ich habe mir überlegt, ob ich diese Art der Minimalmusic auch am Cello spielen kann. So ist das untere Stück entstanden. 
Ich habe es in zwei Systeme geschrieben, obwohl es für ein Cello geschrieben ist. Ich will nämlich zwischen "Melodie" und "Begleitung" unterscheiden, da in den offnen Parts die Melodie verändert werden soll, die Begleitung aber gleich bleibt.

UND außerdem ist das Stück für 5saitiges Cello geschrieben, ich habe nämlich gerade ein solches zum Ausprobieren da, danke an Raphael Preuschl dafür :) und gerade die tiefe F-Saite macht hier extrem viel Spaß und wumst ordentlich :)

Bis nächste Woche!

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Sunday Song #20 - I always wanted to be a drummer

Nummer 20 ist wieder ein Stück für Solo Cello! Der Titel ist eigentlich eh selbst erklärend. Das Cello wird wieder zum Percussion instrument, der rechte Fuß spielt Bassdrum bzw. haut kräftig auf den Boden. Auch die Töne sollen nur mittels Daumenslap angeschlagen werden.

Leider ist der Song nicht ganz ausgereift, ich bin grad auf Tour und es geht ziemlich rund, da bleibt leider wenig Zeit zum Komponieren...aber immerhin!

Take care und bis nächste Woche!

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Sunday Song #19 - Three Movements for Trio

so!

Die Besetzung Violine/Cello/Bass interessiert mich schon sehr lange, es gibt da bereits viele spannende Bands, das Arcado String Trio oder das Masada String Trio sind da (für mich) am wichtigsten.
Jetzt habe ich mir gedacht, wie ich diese Besetzung für mich am besten nutzen kann. Wie bereits bei einem älteren SundaySong erwähnt bin ich ja ein großer Freund der musikalischen Freiheit; jede Mitmusikerin und Mitmusiker soll und darf mit seiner individuellen Musikalität ans Werk gehen und soll selbst entscheiden, was wann wie passieren soll (wer bin ich, dass ich das vorgeben soll?).
ANDERERSEITS wäre auch eine Verbindung dieser zwei Welten der Freiheit und der Struktur recht spannend...es muss doch einen Weg geben, improvisierte Songs zu schreiben, in denen Struktur und Freiheit nebeneinander stehen und gleichwertige Teil sind...?

Auftritt des Improvisations-Konzepts. *Applaus*
(Das ist ja, finde ich, eigentlich ein blödes Wort - Konzepte für eine im Moment zu entstehenden Sache. Aber - und das ist das tolle -) Mit diesen Konzepten kann man die Grundstruktur einer Improvisation ganz gut festhalten bzw. vorgeben ohne all zu sehr in den musikalischen Fluss einzugreifen.

Also habe ich für diese Trio-Besetzung drei "Movements" geschrieben, die die Grundidee der Improvisation abstecken, aber keine allzu direkte Aussage über das musikalische Material machen. Neben zwei tonal und rhythmisch freien Sätzen findet sich auch ein rhythmischer (mit Tempoangabe). Ich will nämlich auch, dass mit dieser Besetzung gegroovt und soliert werden kann, das macht mir nämlich Spaß :)
Diese Konzepte sollen (für die Zukunft) alles beinhalten können: Basslinien, Melodien, Akkordwechsel, Stimmungen...je einfacher die Zelle ist, von der aus improvisiert wird, desto spannender! Vielleicht als improvisatorische Grundlagen Forschung?

Zur Entstehung ist anzumerken, dass zwei dieser Sätze aus Improvisationen mit zwei anderen, tollen Musikern entstanden sind (you know who you are!), mit denen ich gedenke weiter zu jammen und zu spielen (so sie denn möchten).

Zu den einzelnen Sätzen:
Beim Ersten geht es darum, ein frei improvisiertes "Thema" festzulegen, von dem aus improvisiert wird bzw. zu dem am Ende wieder zurück gekehrt werden soll. 

Zweiter Satz ist "der langsame" bei dem Cello und Violine die Begleitung eines Bass-Solos vornehmen.

Dritter Satz, der "außeschmeißer", soll richtig leiwand abgehen mit einem freien Teil in der Mitte. Als Thema soll wieder der Groove vom Beginn gespielt werden.

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Sunday Song #18 - Lincoln in the Bardo

Inspiration für diesen Song waren zwei Dinge:

1) mein aktuelles Buch, mit dem ich gerade fertig geworden bin, war "Lincoln in the Bardo" von George Saunders. Es ist ein sehr poetisches, sehr schönes und eindrucksvolles Ding, bitte unbedingt lesen, wenn ihr Zeit findet. Es handelt von Abraham Lincoln, dessen Sohn Willie während seiner Zeit als Präsident und mitten während des Bürgerkriegs stirbt. Das Ganze ist aber nur Ausgangspunkt für eine märchenhafte Erzählung über Tod, Liebe und Vergebung...und noch dazu sprachlich und stilistisch wirklich spannend gelöst...ich will nicht zu viel verraten, aber mich hat das Buch sehr eingenommen und beschäftigt (tut es immer noch).

2) Beim letzten Konzert im Porgy mit der Stageband durfte ich eine freie Intro zu einem Stück spielen. Das war für mich sehr aufregend, weil ich mit meinem Vorspiel die Stimmung für das folgende Stück etablieren darf...und außerdem ganz allein vor vielen Menschen, juhui! Beim Spielen der Improvisation ist mir plötzlich ein Bild bzw. eines Szene aus dem Buch ins Hirn geschossen,...es passiert mir jetzt nicht so oft, dass ich während des Spielens konkrete Bilder oder Situationen vor meinem geistigen Auge sehe. 
Deshalb habe ich eben diese Improvisation niedergeschrieben bzw. rekonstruiert um ihr eine etwas längere Lebensdauer zu verschaffen!

Alles Liebe und bis nächste Woche!

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Sunday Song #17 - Wrong Place

Dieser Sunday Song ist mehr eine Idee als ein fertiger Song,...leider. 
Die letzte Woche war recht arbeitsintensiv mit Proben und üben daheim. Da bleibt leider recht wenig kreative Energie fürs Komponieren über.

Nichts destotrotz: ein Stück für Cello-Solo! Die Grundidee ist ein Pattern im 7/8 und 8/8 Takt. Gepaart mit den Pull-Offs (also den Finger nach dem Anschlag der Saite von selbiger Saite ziehen und damit selbige Saite noch einmal anschlagen) ergibt sich ein schöner Teppich an Sound. Es bedarf natürlich noch der fertigen Ausarbeitung, bis es ein fertiges Stück ist...kommt bestimmt, versprochen!! Die Idee ist jetzt einmal, dieses Pattern durch verschiedene Tonarten/Akkorde zu jagen und zu schauen, was sich gut ausgeht.

Grade hadere ich persönlich etwas mit mir selbst, musikalisch, persönlich blablabla (ich schiebe sehr viel davon auf die Jahreszeit)...oft habe ich das Gefühl, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein, deshalb auch der Titel :) Also ein Stück für alle, die sich grad nicht auskennen. 
Lustigerweise hat mir aber das Entdecken dieser fragmentarischen Komposition sehr viel Freude bereitet und mich irgendwie wieder an den richtigen Ort geführt...also sollte er dann "Right Place" heißen?...Hm, genug des trübsinnigen Filohsophfierens, auf zu neuen Taten!

Bis nächste Woche!!

 

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Sunday Song #16 - I'll burn your fucking house down

PUNK!

Aus einer freien, recht lauten Improvisation ist die Idee für diese Impro-Anleitung entstanden. Einfach los, scheißdrauf. 
Die coolste Besetzung wäre Stromgitarre, Schlagzeug und Cello.

Ich hab nämlich seit kurzer Zeit ein super Overdrive Pedal...es ist gar nicht so einfach, gute Drive-Pedale für Cello zu finden, viele führen den Sound recht weit weg von dem, was ich mir vorstelle! Aber mit dem kann ich auch endlich laut und verzerrt spielen, ein Kindheitstraum geht in Erfüllung! Außerdem find ich es manchmal sehr heilsam für Hirn und Ohr so richtig die Sau rauszulassen, lautstärkemäßig und energetisch.

Ich ertappe mich oft dabei, dass ich alles, was ich komponiere, schreibe oder spiele sofort auf den Seziertisch lege und schlecht mache..."das ist schlecht", "Das ist nicht innovativ!", "Das ist nicht kreativ!", "Wieso machst du das überhaupt".

Diesen meinen Gedanken ist das Stück gewidmet!

Alles Liebe,
Clemens

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Sunday Song #15 - Oh, Inspiration, where art thou?

Dieser 15te Sunday Song war eine interessante Wegstation für mich. Ich hatte nämlich, wie der Titel verrät, keine wirklich gute Idee. Irgendwann ist mir dann auch die Woche zu kurz geworden, andere Sachen waren wichtiger und die paar Ideen die ich hatte waren irgendwie komisch.
Aber das Spiel heißt ja "komponiere jede Woche einen Song" und so da also ist er jetzt - und er gefällt mir nicht.
Die Besetzung Mandoline/Cello ist ja schon recht spannend, aber irgendwie...Inspiration, where art thou?!?!

Ich mag es sehr gerne, wenn eine Idee reifen kann, und sei es nur über eine Woche. In meinem Kopf verschiedene Szenarien durchspielen, was wann wer spielen könnte, dann wieder etwas niederschreiben, dann weiter drüber nachdenken, am Instrument spielen etc. Das ist mein Kompositionsprozess, der manchmal länger dauert.
Und natürlich auf einer guten Grundidee aufbaut. 

Aber ja, so ist es!

Schöne Woche euch und bis nächsten Sonntag!
 

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Sunday Song #14 - Emmerich

"Emmerich" ist ein minimal-music Stück für Cello. MinimalMusic (also Philipp Glass, Terry Riley und wie sie alle heißen) gefällt mir schon sehr lange und hat einen großen Einfluss auf meine Musik.
Ich bin über Silvester mit Freunden in einem Haus am Land und dort gibt es einen Raum, der einen sehr langen Hall hat. In diesem Raum ist das Stück hier entstanden.

Ich wünsche euch allen ein gutes Jahr 2018!

Bis nächste Woche,
Clemens

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Sunday Song #13 - Full Circle

Weihnachten verkommt ja zusehends zu einem konsumaufgeladenen Fressgelage mit heimeliger Farbe angemalt...aber ich will mich hier jetzt gar nicht aufregen, das haben andere Menschen schon viel wortgewandter geschafft.

Ich mag Weihnachten eigentlich sehr gerne. Und der Weihnachts-Sunday-Song ist mein Versuch, meine Gedanken zu diesem Fest (das ja eigentlich ein recht stilles ist) festzuhalten!

Euch allen, die das hier lesen und meinen Weg durch die Welt der Kompositionen verfolgen, wünsche ich von Herzen alles Gute!

Alles Liebe,
Clemens

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Sunday Song #12 - Do I hear a Gospel, for EF

Im Februar vor zwei Jahren hatte ich die Gelegenheit, nach New York zu reisen und länger dort zu verweilen...einmal alles so richtig anschauen, Konzerte hören, U-Bahn fahren und die Stadt nicht nur als reiner Wochentourist kennenlernen. Natürlich hatte ich mein Cello dabei und bin auf Sessions gegangen und habe Leute angeschrieben, ob sie Jammen wollen (das geht in New York recht einfach, die sind alle sehr lieb).
Und da hatte ich auch die Gelegenheit den tollen Cellisten Erik Friedlander zu treffen. Wir haben uns lange übers Cello, Cellosaiten und Komponieren unterhalten und auch viel gespielt.
Gerade beim Cello ist es nämlich so, dass man die Musikerinnen und Musiker, die abseits der Klassik unterwegs sind, wirklich suchen muss...als Jazzsaxophonist hat man eine lange Liste an Ahnen, verschiedenste Stile und man kann sich aus allen Ecken und Enden bedienen...genauso als Pianist, Schlagzeuger, Sänger etc.
Als Cellist sieht die Lage da anders aus! Natürlich gab und gibt es viele Menschen, die dieses Instrument in andere musikalische Kontexte gebastelt haben, aber bei weitem nicht so viele...

Deshalb war dieses Treffen mit Erik Friedlander so wichtig und spannend für mich, weil er auf meiner kurzen Liste an Cello-Menschen sehr weit oben gestanden ist :)

Der heutige Sunday Song ist deshalb ein kleines "Tribute" an Friedlander! Seine tolle CD "Block Ice & Propane" besteht nur aus Cello-Solo-Songs und ist mir seit Jahren ein steter Wegbegleiter! Hört sie euch mal an, bitte! Passt auch ein bisschen zu Weihnachten, die Musik :)

"Do I Hear A Gospel" ist ein Thema, bestehend aus A und B Teil. Grade der B-Teil hat mich irgendwie an Gospel-Musik erinnert, keine Ahnung ob zu Recht oder warum, aber egal!

Das Solo ist offen, es soll aber so stattfinden, dass auf den unteren zwei Saiten in C-dorisch, auf den oberen zwei in C7#11b13 soliert wird...es treffen quasi zwei "Modi" bzw. Skalen aufeinander. Die Idee finde ich recht spannend, weil sich dadurch ganz andere Melodien und Akkorde ergeben. Außerdem führt es zu einem veritablen Hirnwurm beim Üben, das ist auch ganz lustig :)

Schönen Restadvent und bis nächste Woche,
Clemens

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Sunday Song #11 - No Shellac

Nummer 11! oh, wow, es geht dahin :)

Ein Cello-Solo-Stück,..ich bin vor einiger Zeit draufgekommen, dass es leiwand und funky klingt, wenn ich mit meinem Zeigefinger-Nagel der rechten Hand pizzicato Passagen spiele; quasi wie mit einem Gitarren-Plektrum! Und die Nummer heute bedient sich dieser Technik.

Der Titel kommt aus der Welt der Schönheitskosmetik: Ich habe mir sagen lassen, dass ein Überzug, der die Nägel vor Zerstörung schützt "Shellac" heißt. Und da bei diesem Stück die Nägel in Mitleidenschaft gezogen werden, dachte ich mir "No Shellac"!

Die 16tel-Noten ohne Kopf sind rein perkussiv gespielt, durchgeschlagene 16tel...eh wie bei der Funkmusik.

Schönen zweiten Adventsonntag (oh, wow, es geht dahin), und bis nächste Woche!

Alles Liebe,
Clemens

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Sunday Song #10 - Die Rache des Komponisten am Musiker

Hallohallo!

Sunday Song #10 ist ein Cello-Solo Stück!

Das Notenbild verrät, dass es sich hierbei um eine lange Kette an wahllos anmutenden Achteln handelt. Der Soloteil soll in ähnlicher Manier gespielt werden wie das "Thema".
Jeder Musiker, den ich kenne, hat es in seinem Leben einmal mit Etüden aufnehmen müssen. Ich habe irgendwann versucht, diese manchmal wirklich blöden Fingerübungen als tatsächliche Stücke zu üben und zu spielen, die Musik hinter der Technik zu finden. Das macht die ganze Überei erst so wirklich interessant, wenn eine Sevcik-Etüde oder Technikübung plötzlich ein Minmalstück ala Philip Glass wird oder eine Lee-Lagenhüpferei mit Balkangroove gedacht und gespielt wird...
Meine persönliche Herausforderung bei diesem Sunday Song ist es nun, das ganze Achtel-Ding zum Funktionieren zu bringen...mal sehen, ob es mir gelingt! :)

Ich habe mittlerweile mein Recording-Equipment, das heißt sobald ich Zeit habe, werde ich eucht bisschen was aufnehmen :) 

Alles Liebe und schöne Woche,
Clemens

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Sunday Song #9 - Was ihr wollt!

Ich gebe ja sehr gerne Verantwortung ab wenn es um Kompositionen geht ... am liebsten habe ich es, wenn möglichst wenig aufgeschrieben wird und die musikalischen Qualitäten der MitmusikerInnen einfach hervortreten können, ohne durch Notengelese und Blattgespiele abgelenkt oder aufgehalten zu werden. So gut, wie die anderen es spielen können, kann ich es nämlich nie schreiben ;)

Aber auch im kompositorischen Prozess ist es manchmal sehr lustig, Verantwortung abzugeben. Wie schon Cage und andere tolle MusikerInnen gebe ich mich diesmal ganz dem Zufall hin.

Der Sunday Song #9 ist eine Sammlung an Akkorden und Harmonien die willkürlich gezogen werden sollen - die Anzahl kann auch selbst festgelegt werden. Mit diesem Grundstock an musikalischer Information kann dann nach Belieben umgegangen werden: Melodie, Rhythmus, Akkordfolge und -dichte, Länge, Ausdruck, Dauer etcetc. kann von den Ausführenden selber bestimmt oder gar nicht bestimmt werden. Die Besetzung ist natürlich auch variabel. 
Es soll mit diesem Grundgerüst eine Spielwiese gegeben sein, auf der alles Mögliche wachsen und gedeihen kann.

Alles Liebe aus München und bis nächste Woche,
Clemens

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Sunday Song #8 - Howgh!

Heute wirds indianisch-elektrisch! Ein Stück für Cello und Percussionist, der auf mein Cello schlägt (schon wieder). Die Idee, selbst Cello und Schlagzeug zu sein gefällt mir, deshalb hier noch einmal :)
"Howgh!" deshalb, weil mich der Sound Nr. 1 (siehe Legende) sehr stark an eine indianische Trommel erinnert...oder zumindest denke ich, dass es schön wäre, wenn die so klingen würden! Es ist eine sehr repetitive Nummer, die auch von Elementen der elektronischen Tanzmusik inspiriert sind; nicht zu letzt auch, weil Daniel Romstorfer (mit dem ich die Nummer erarbeitet habe) stark von dieser Musikrichtung beeinflusst wurde.

Zu hören gibt es diese (und andere) Nummer schon
!!!!MORGEN!!!! 20. November
19Uhr
Porgy&Bess
Riemergasse 11
1010 Wien

Howgh,
Clemens

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Sunday Song #7 - Ein geschenkter Tag im Mai

Zwei sehr gute Freunde von mir, haben mich beauftragt für ihre Hochzeit ein Lied zu schreiben! Natürlich eine große Ehre und aber auch eine Herausforderung.
Es ist ein Solo-Cello Stück geworden! Die Melodie erklingt pizzicato über dem durchgehenden Bass-Pattern im Daumen. Der B-Teil geht harmonisch ein bisschen weg von der Grundtonart: die beiden sind große Rockfans, und ich KANN kein Lied für sie schreiben, ohne den Akkord E-Dur zu verwenden ;)
Der Arco-Teil macht die ganze Nummer dann noch ein bisschen auf (hoffentlich).

Ich freu mich schon sehr auf die Hochzeit, die ist im Mai erst, aber dann hab ich Zeit zum üben ;)

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Sunday Song #6 - Don Quijotes' Blick in den Spiegel

Hier eine Kombination aus zwei melodischen Ideen, die glücklicherweise ganz gut zusammen passen! :) Ein Stück für zwei Celli!

Ich habe als Musiker ein bisschen ein Problem damit, Melodien zu finden, die mir nicht schnell käsig, langweilig oder zu plakativ vorkommen...die "Aufgabe" oder Idee bei diesem Stück war es auch ein bisschen, mich dieser Angst zu stellen und einfach einmal eine schöne Melodie zu schreiben (die hoffentlich weder käsig, langweilig noch plakativ ist...). 

Der 16tel Triller im Thema hat mich geistig in spanische Gefilde geführt und ich musste an einen traurigen Don Quijote denken, der nach seinen Ausritten und Windmühlengefechten traurig vorm Spiegel steht und tief drinnen weiß, dass er sich das alles nur einbildet...also ein introspektives Ritterstück, quasi.

Zu hören wird es das auch bald geben, am 20. November spiele ich in der Strengen Kammer im Porgy und Bess und ich werd dieses Konzert zum Anlass nehmen, einige (so auch dieses) Sunday Songs zu spielen! :)

Schönen Wochenstart,
alles Liebe,
Clemens

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Sunday Song #5 R2354, 1842

Und der fünfte Song, heute einmal etwas experimenteller!

Eine Improvisationsanleitung für Solo-Cello zum Thema Zugfahrt: der R2354 ist ein Regionalzug, der zwischen Payerbach-Reichenau und Floridsdorf verkehrt und den ich gestern um 18:42 Uhr bestiegen habe!

Die Improvisation soll einen genauen Anfang und ein pünktliches Ende finden, das Thema ist ein Rhythmuspattern auf dem Corpus, ausgeführt mit rechter und linker Hand. Das Thema kann und soll auch gleich variiert und verfremdet werden, ganz nach belieben der/des Ausführenden.

Die Klangelemente sind als Ideen zu verstehen, die ebenfalls variiert und verfremdet werden können. Trotzdem sollten sie erkennbar sein.

Zu guter Letzt soll R2354, 1842 recht ruppig und intensiv gespielt werden, am besten mit dem innerlichen Stress, den ich gestern empfunden habe, ob ich es noch rechtzeitig zur Probe schaffe...die Tempoangabe links oben soll nur ungefähr abstecken, wo man sich bewegt, wichtig ist, dass der Puls nicht verloren geht und man am Ende ohne da steht.

Danke und eine schöne Woche!

Alles Liebe,
Clemens

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Sunday Song #4 - Der fidele Tanz der lahmenden Hirschkuh

Nummer 4 ist ein Stück für Violine, Cello und Percussion. 

Die Idee ist, dass der Percussionist den Rhythmus auf dem Korpus des Cellos spielt. Das bedeutet, dass er vor mir sitzt und mit Besen und Mallets einen funkigen Rhythmus zur Basslinie spielt...leider hab ich dafür nichts notiert, weil ich 1) nicht wusste, wie und 2) wie dann dieser Groove tatsächlich aussieht! :) Da muss ich euch leider noch ein bisschen vertrösten und euch bitten, auf die Aufnahmen zu warten :)

Schönen Sonntag, wir sehen uns nächste Woche wieder hier!!

Alles Liebe,
Clemens

 

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Sunday Song #3 - Brooding

Ein Stück mit Looper, Kalimba und Cello! Eine sehr luftige Angelegenheit, quasi ein Stimmungsstück. "Brooding" heißt ja grübeln, vielleicht über die heute stattfindende Wahl und deren Ausgang? 
Über die geloopte Kalimba-Figur wird dann in verschiedenen Modi von D improvisert (manche Pädagogen würden vielleicht von "Feldern" sprechen ;)), dass es interessant bleibt.

Schönen Wahlsonntag (wählen gehen!!!) und bis nächste Woche,
Clemens

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